Ersterne

Oh du mein Kind ersterne
Lebe die Liebe zu dieser Erde
Erwache aus der Ohnmacht, entdecke den Magier
winde dich, erwachse, gehe durch, halte nicht mehr aus, fühle.
Aus Planeten können Sterne werden
wenn sie strahlen in ihrem Lichte.
Auch dich berühren sie schon, jetzt.
Durch die Tiefe sind wir alle gehalten
verbunden immer mit dem Sein.
In deinen Augen spiegelt sich das ganze Universum
bedingungslos.
Sei ein Krieger deiner Taten
Feuer in deinen Körpern
brennen dich in deinen Entscheidungen.
Tanze in all deiner Ehrlichkeit,
in deinem dunkelsten Thal.
Verantwortung ist dir gegeben,
über das zu walten, was du als dein Königreich schaffst
nimm sie an.
baue Brücken, verbinde,
schöpfe
Frieden,
Unser Stern.

Stille

Ich habe Stille gefunden
und lasse sie meinen Körper erkunden, sich einnisten.
So soll sie der Flut aus Stadtgedanken entgegenschweigen.
Es gibt nichts zu sehen denn die Welt möchte, dass ich spüre.
Von Gezeiten getragen
bin ich in Frieden geborgen
und vollkommen genug.

Sternschnuppenstunden

Ich hab mir das nie gewünscht. Deinen Bart und deine Locken zwischen meinen Fingern.

Karamell Augen, die mich ansehen während ich langsam unter der fremden Decke aufwache.

Ich habe es geschenkt bekommen, den Moment in dem sich dein Gesicht in mir einschließt und die Gänsehaut zur Erinnerung wird.

Langzeitgedächtnis

das waren wir aus dem nichts erschaffen

und jetzt fliegen unsre Sekunden wieder zurück ins Universum.

Glitzernde Stunden voll dem was ich fliegen nannte.

Zu weit fort nun um den Wunsch zu greifen.

Sekundenschlaf.

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Ich liebte den Palast, der dort thronte, türkise Balkon Arkaden auftischte und dem Taubenpärchen, ein Platz zum Spielen bot. Die Marmorkörper, die da ruhten, sahen einander an wie versteinerte Könige. Sie waren im Herrschen erstarrt und trotzdem blühte Ihre Majestät noch.Was wohl nachts passierte, wenn keine Touristen Füße mehr von der Stadtmauer baumelten und die Dunkelheit ihre Geister beschützte, ob sie dann wohl tanzten? Zwischen den Säulen hindurch fangen spielten oder Damen lachend nach einem Festmahl ihre Seidenkleider die Treppe hinauf hievten? Vielleicht wussten es die Wächter, die sich verschlafen einbildeten, ein Schmunzeln auf dem kalten Stein zu erkennen… Vielleicht.

Nachtspaziergang

Wenn ich mich umdrehe, dann errate ich das Geheimnis deines Tattoos, versteckt zwischen schimmernden Haarstähnen.
Wenn ich in den Himmel schaue, erleuchten baumelnde Lichtrohre unsre Blicke.
Der Tisch vor mir ist moosbewachsen und voller Krater kleiner Meteoritensteinschläge. Die letzte Straßenecke hat nicht viel von ihren Körpern versteckt und doch verschwand ihre Haut schnell wieder murmelnd und lachend in der Dunkelheit. Ich rinne mit meinen Fingern über die Rillen der Backsteine, fühle Schatzkartenmuster in Geschichtsbuchhäusern.
Meine Seele ruht neben einer Synagoge, die so bunt scheint wie ihr Orientglas. Saure Zitronenlimonade spritzt die Winkel meines Lächelns wieder wach und Gitarrenseiten stimmen mein schiefes Herz. Ich beobachte ein paar Sternstunden in einer Stadt der Evolution.
Bewahre dir dein Wachen, deinen Blick fürs Glühen und die Funken deiner Stadtgeister.